Mörderischer Islam

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Lahore muss wachrütteln. Die muslimische Welt-Gemeinschaft muss sich mit dem Umgang des Koran mit „Ungläubigen“ auseinandersetzen.


Es gibt zwei Bemerkungen zum Islam, die mir nach dem jüngsten Terroranschlag in Lahore mit über 70 Toten und 300 Verletzten, vorwiegend Frauen und Kindern, ein zunehmendes Problem bereiten: Die Bemerkung katholischer Freunde, dass man jetzt „ja nicht den Islam dafür verantwortlich machen“ dürfe; und die Bemerkung moslemischer Bekannter und ihrer Imame, dass der Islam „eine friedfertige Religion“ sei.

Nein, ist er nicht und war er nie: Von seine Gründung an hat der erfolgreiche Feldherr Mohammed ihn mit Feuer und Schwert weit über das Gebiet seines Ursprunges hinaus verbreitet. Im Koran wird dazu beharrlich aufgehetzt: „Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und nicht glauben werden“ (Sure 8 Vers 55) „Siehe die Ungläubigen vom Volk der Schrift (Juden und Christen) sind die schlechtesten Geschöpfe“ (Sure 98 Vers 11) „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen wo ihr sie findet“ (Sure 9 Vers 5)

Mir ist schon klar, dass das Christentum in seinen heiligen Büchern um nichts besser ist.

Mir ist schon klar, dass das Christentum in seinen heiligen Büchern um nichts besser ist. Auch dem „auserwählten Volk“ wird im alten Testament ununterbrochen gestattet alles niederzumetzeln was sich ihm widersetzt. Man könnte getrost vom biblischen Auftrag zu ethnischer Säuberung und Vergewaltigung sprechen, wenn Moses in seinem vierten Buch befiehlt, nicht nur allen Soldaten der Midianiter den Garaus zu machen, sondern auch alle männlichen Kinder und Frauen zu töten – „aber alle weiblichen Kinder und Jungfrauen lasset für Euch am Leben“.

Beide monotheistischen Wüstenreligionen waren Religionen sich aggressiv ausbreitender, um Vorherrschaft kämpfender Stämme. Wobei europäische Christen in der Folge mit ihren Kreuzzügen und dreißigjährigen internen Kriegen zweifellos mehr Tote produziert haben, als islamische Osmanen in den von ihnen eroberten und (erstaunlich liberal) verwalteten Gebieten.

Beide Religionen dienten in der Praxis ununterbrochen der Rechtfertigung von Raubmorden. Nur dass auch die Abkehr von der Religion, wie sie im Kommunismus und im Nationalsozialismus versucht wurde nichts als blankes Morden mit sich brachte. Verhindert haben Religionen Morde jedenfalls immer nur in Einzelfällen a la Jägerstätter.

Dass das Christentum derzeit soviel erträglicher ist, hat offensichtliche Ursachen: das neue Testament hat das alte weitgehend widerrufen; der Humanismus der Aufklärung hat den „Glauben“ entscheidend geschwächt; und zumindest die jüngsten Päpste bekannten sich glaubwürdig zu einem friedlichen Miteinander. (Fundamentalistisches Christentum ist daher rar geworden – wo es, wie etwa in der „Tee Party“ in den USA noch Einfluss hat, richtet es noch genügend Unheil an.)

Im Koran kann leider kein Satz widerrufen werden, weil jedes Wort angeblich unmittelbar von Allah kommt, der nur Gott sei Dank auch eine Reihe friedlicher Sätze zwischen die hetzerischen geflochten hat; und vor allem war der Islam keiner Aufklärung unterworfen und vermeidet sie bis heute. Dazu kommen die Nachteile aller Religionen: Vorgaukeln des Besitzes der Wahrheit; Vorrang des Glaubens vor dem Wissen; Verklärung des Lebens nach dem Tod.

Es nutzt nichts dass der Koran „Töten“ in vielen Suren ablehnt und Frieden fordert, denn man kann ihn dennoch ungestraft zur Rechtfertigung von Mordanschlägen wie jenem in Lahore heranziehen, entsprechen diese doch durchaus Sure 98 Vers11 und Sure 9 Vers 5: Man fand Christen beim Osterfest und tötete sie.

Man kann seit Jahren nicht mehr von „Einzelfällen“ oder „Ausnahmen“ sprechen.

Sie, nicht die mitgetöteten Muslime waren „Ziel“ des Anschlags, wie der Sprecher der Taliban klarstellte. Es gibt auch keine andere als diese religiöse Erklärung – weder gehörten die Ermordeten einer Oberschicht von Unterdrückern an noch hatten sie zuvor Muslime getötet.

Man kann seit Jahren nicht mehr von „Einzelfällen“ oder „Ausnahmen“ sprechen sondern es gilt die Tatsache anzuerkennen, dass derzeit nirgendwo Christen Ungläubige aus religiösen Gründen töten– wohl aber an allen Ecken und Enden der Welt Muslime Christen, Jessiden, Ungläubige und nebenher andersgläubige Muslime.

Ich werde erst dann aufhören, darin einen berechtigten Vorwurf gegen den Islam zu sehen, wenn sämtliche Oberhäupter der islamischen Religion, nicht einzelne Imame, eine Weltkonferenz abhalten, in der sie einhellig und eindeutig erklären, dass es keine wie immer geartete Berechtigung gibt, Ungläubige zu töten; dass sie in derartigen Anschlägen ausschließlich Verbrechen bzw. Verstöße gegen den Geist des Islam sehen.

Weder wir noch die Moslems können diese grundsätzliche Auseinandersetzung auf die Dauer unterlassen. Religiöse Toleranz bedeutet nicht, den Islam automatisch aus jeder moralischen Verantwortung zu entlassen: Seine religiösen Führer wie seine denkenden Anhänger haben die Pflicht, sich mit den intoleranten, autoritären, fremdenfeindlichen Elementen des festgeschriebenen wie des gelebten Islam energisch auseinanderzusetzen und ihn im Sinne seiner friedfertigen, humanen Elemente zu reformieren.

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