Schwachsinn mal hundert

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Der Pensionisten-Hunderter ist an Dummheit nicht zu überbieten

Auch ich bekomme also zu meiner Pension von brutto 2400 Euro zu Weihnachten 100 Euro geschenkt. Und nicht nur ich sondern auch Ministerialräte deren Pension das Doppelte und Sektionschefs deren Pension das Dreifache beträgt. Ich gehe davon aus, dass selbst die weißen Elefanten des ORF, der teuersten Nationalbank der Welt, oder  der Kammern diesen Hunderter bekommen.

Sie alle sind gleichgestellt mit meiner Freundin Dagmar, deren Pension nach Jahrzehnten der Alterspflege kaum 1000 Euro brutto erreicht -von diversen Mindestrentnern gar nicht zu reden.

Es handelt sich tatsächlich um das absurdeste populistischste Vor-Wahlgeschenk das einem einfallen kann – und es ist zweifellos in erster Linie Sozialminister Alois Stöger eingefallen, der damit einen Beweis erbringt, dass er nicht sozial zu denken vermag.

Seien VP-Gegenüber August Wöginger, der die „Stärkung der Kaufkraft“ durch den Pensionisten-Hunderter lobt, scheint diesbezüglich das üblich VP-Wirtschafts-Verständnis zu besitzen: Er scheint noch nie gehört zu haben, dass die Kaufkraft am wenigsten gestärkt wird, wenn man auch den Reichen gibt.

Mir ist klar, dass Pensionisten mittlerweile die wichtigste Wählergruppe der SPÖ und bald auch der ÖVP sind und dass offenbar vermieden werden sollte, auch nur einen Pensionisten versehentlich von diesem Wahlgeschenk auszuschließen.

Aber ich fürchte, dass selbst diese politische Kalkulation falsch war: Die Leute die diese Aktion so unsinnig und ungerecht wie ich finden, werden selbst unter den Pensionisten in der Mehrzahl sein

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