Die NEOS verirren sich im Regenwald

Als einzige Partei haben sich die NEOS nicht gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit “Mercosur” ausgesprochen – das kann sie in den wenigen Wochen bis zu den Wahlen einiges an Sympathien kosten.

Denn Freihandel mit Mercosur befördert tatsächlich die Brandrodungen des Regenwaldes um auf dem gewonnen Acker- und Weideland mehr Rinder zu halten und das beflügelt tatsächlich den Klimawandel.

Eigentlich müssten sich die Brasilianer am meisten vor dem Freihandelsabkommen Mercosur mit der EU fürchten: Wenn Länder, die vor allem überlegene Industrieprodukte – Autos, Maschinen usw. – erzeugen, Freihandel mit Ländern treiben, die vor allem Agrarprodukte – Fleisch, Getreide, usw. – erzeugen, dann haben die Industrieländer davon den viel größeren Vorteil: Im Preis einer Tonne “Auto” ist viel mehr Gewinn enthalten, als im Preis einer Tonne “Fleisch”. Brasiliens Industrie muss sich vor der Konkurrenz der Industrie Europas viel mehr fürchten, als Europas Landwirtschaft vor der Konkurrenz der Landwirtschaft Südamerikas.

So hingegen fürchten sich Österreichs Bauern und zu ihrem Glück beweisen Sebastian Kurz, Pamela Rendi-Wagner, Werner Kogler und Norbert Hofer mehr Instinkt als Beate Meinl-Reisinger, indem sie gegen die Interessen von Bundeswirtschaftskammer und Industriellenvereinigung die Emotionen der Österreicher für die Erhaltung des Regenwaldes teilen. Auch wenn sie damit wirtschaftliche Interessen verraten: Denn die Waren, die Österreich vor allem nach Südamerika verkauft, hängen vor allem mit der Autoindustrie zusammen -und die beschäftigt immerhin jeden neunten Österreicher.

 

5 Kommentare

  1. “mehr Acker- und Weideland” ist – weltweit – zwangsläufig notwendig, wenn die Weltbevölkerung weiter steigt. Und die steigt teilweise dramatisch. Alleine Afrika vervielfacht sich im Zeitraum 1950 und 2050 um das über Zehnfache!!!

    Und in Europa hat man als EU-Kommissarin eine Frau Ursula von der Leyen gewählt, die – sage und schreibe – 7!!! Kinder hat. Diese Frau hat mir ihrer Kinderzahl zum Thema “Entwicklung Weltbevölkerung” nichts glaubhaftes zu melden. Was hat man eigentlich von der “linken Intelligenzia” dazu gehört? Und den Religionsoberhäupter aller Konfessionen freuen sich über jedes zusätzliche Schäfchen – egal ob unsere Erde darunter leidet …

    1. Fr. von der Leyen war in der Lage, alle ihre 7 Kinder zu ernähren, großzuziehen und ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Wer dazu in der Lage ist, darf auch Kinder in die Welt setzen. Der Mann, der mit 3 Frauen 34 Kinder produziert hat, die keinerlei positive Lebensperspektive haben, erfüllt diese Voraussetzung nicht. Daher sollte eine globale Geburtenkontrolle nicht nur unter dem Aspekt des Umwetschutzes, sondern auch unter den Aspekten der Gewaltprävention und Armutsbekämpfung gesehen werden. Die wirksamste Art der Armutsbekämpfung ist, diese erst gar nicht entstehen zu lassen:

  2. @ Rudolf Langer: Von der Leyen hat ja einige Fehler, aber ihr die Kinder vorzuwerfen, ist ja, höflich formuliert, sehr skurril. Es heißt doch immer, dass Deutschlands Gesellschaft altert, also leistet sie einen Beitrag zur Erhaltung des deutschen Pensionssystems. Abgesehen davon ist Ihr Einwand gegenüber den Religionsoberhäuptern berechtigt, gegen Verhütung zu sein ist ja fast schon kriminell.  

  3. Ja, das ist der Fleck auf der sonst ziemlich reinen Weste der Neos – sie kippen immer wieder in die zu kapitalfreundlichen Reihen zurück – aber wenn das Kapital mehr wird als ein Tauschmedium, dann wird es zu dem Moloch, von dem schon ein gewisser Herr Marx gesprochen hat.

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