Die größte Leistung der Regierung Kurz!

Der Casino-Skandal offenbart die bisher größte ökonomische Leistung der türkis-blauen Regierung Kurz:

Ihre, sehr geehrte LeserInnen und meine Beteiligung an Österreichs wertvollsten halbstaatlichen Unternehmen, von der Casinos-AG im Besitz der Republik 33,24%, der OMV 31,5%, der Post 52,85%, dem Verbund 51%, der BIG, FIMBAG und Schoeller Bleckmann jeweils 100% etc… verwaltet mit Thomas Schmid ein Mann, der der “Novomatic” geheime Unterlagen zusendet, wie sie mittels einer Änderung des Glücksspielgesetzes dank Online-Lizenzen der Casino-AG Konkurrenz machen kann. Hier die neuen Chat Protokolle auf ORF.AT.

4 Kommentare

  1. Und keiner – kein einziger! – wird einsitzen müssen. Da schließe ich jede Wette ab.
    Zu Löger – was er gestern bei ImZentrum abgeliefert hat: Er ist ein smarter Parteisoldat, aber ein Kotzbrocken, wie man sich so einen schleimigen Politiker halt vorstellt (über den unterirdischen Blauen schreibe ich gar nicht). Die größte Frechheit: Er postete “ja” (emoji) und meinte im Nachhinein “nein”. Ob ihm das ein Richter abnehmen wird? Aber bei unserer Justiz bin ich mir nicht so sicher …

  2. Korrupte CASINO AUSTRIA Mafia-Spielchen
    Was am Mittwoch in den Medien verlautbart wurde, bringt die vergangene Regierung Kurz und einige ihrer Mitglieder und auch ehemalige ÖVP und FPÖ Politiker in die Nähe von Mafia-Praktiken. Das fatale daran ist, dass sich diese Typen am Volksvermögen Österreichs vergreifen und ungeniert damit Postenschacher betreiben. Vor 40 Jahren war die Casino Austria noch mehrheitlich im Besitz des Staates und guter Steuerbringer. Die vergangenen Finanzminister haben dann in ihrer ständigen Geldnot Anteile davon verscherbelt und heute sind es nur mehr an die 32%. Käufer waren u.a. dubiose tschechische Neureiche und der Automatenkonzern Novomatic. Und jetzt geht der vom Personalberater als unbrauchbar bezeichnete FPÖ Neovorstand Sidlo auch noch auf bezahlten Urlaub, bis sein Verbleib geklärt ist. Österreich im Politiksumpf!

  3. Bei der Welser Messe 1980 prägte der damalige Bundespräsident Kirchschläger den Ausdruck der “Sümpfe und sauren Wiesen”. Die Eliten Österreichs gaben sich schockiert, aber einsichtig und gelobten Besserung.

    Im Jahr 1997 beging der damalige Vorstandsvorsitzende der Kontrollbank, Gerhard Praschka, Selbstmord. Die Medien berichteten von einer problematischen Persönlichkeitsstruktur, die eine Kränkung nicht überwinden konnte. Die Kränkung bestand darin, dass Praschka seinen Job an den scheidenden Minister Scholten abtreten sollte (allerdings im Tausch gegen einen anderen hoch dotierten Job). Vor seinem Selbstmord verfaßte Praschka eine 120-seitige Dokumentation über Postenschacher, politischen Druck und andere unappetitliche Dinge im “System Österreich”. U. a. habe ihn der scheidende Minister Scholten zur Einsicht gedrängt und ihn ermahnt, er sollte doch realistisch werden. Zitat von Scholten (laut Praschka): “ANDERSO MAG KÖNNEN ÜBER KARRIERE ENTSCHEIDEN, IN ÖSTERREICH IST ES POLITISCHER DRUCK!” Die Praschak-Dokumentation sollte man wieder veröffentlichen.

    Im gleichen Jahr startete die EU-Kommission eine Untersuchung des sogenannten Lombard Clubs. Der Lombard Club bezog sich auf ein monatliches Treffen führender Banker Österreichs im Hotel Bristol, eine Usance, die auf die 1950er Jahre zurückging und die der Öffentlichkeit wohl bekannt war. Nach ‘Sitzungen’ des Lombard Clubs berichteten die Zeitungen in der Regel “…bei der gestrigen Sitzung des Lombard Clubs wurde beschlossen…”. Die EU-Kommission urteilte 2002, dass der Lombard Club ein Zinskartell war und verfügte Strafen in Höhe von (damals) 125 Mio. EUR. Ganz Österreich war geschockt, dass so etwas Unrechtliches wie der Lombard Club in Österreich existieren konnte.

    Postenschacher verbunden mit Gegenleistungen waren/sind allgemeiner Bestandteil der politischen (Un-)kultur der 2. Republik. Jetzt so zu tun, als wäre der CASAG Fall ein in der 2. Republik einzigartiger Skandal ist eine Scheinheiligkeit größten Ausmaßes. Das Gegenteil trifft zu: der CASAG Fall ist ein klassisches Beispiel davon, was faul ist im Staate Österreich. Von daher sollte man dankbar sein, dass hier endlich einmal ein Skandal ein wirklicher Skandal geworden ist. Dies in der Hoffnung, dass man endlich an das Austrocknen der Sümpfe und sauren Wiesen herangehen wird. Es gibt noch unzählige Sümpfe und saure Wiesen in Österreich!

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