Corona-Anordnungen die mir rätselhaft sind

Zu Schutzmasken: Drei mal täglich höre ich von irgend einem Corona-Verantwortlichen im Fernsehen, dass einfache Schutzmasken wenig Sinn machen, weil sie nicht davor schützen sich anzustecken, sondern nur davor schützen, dass man jemanden anderen ansteckt, wenn man das Virus in sich trägt. Diese Haltung ist mit rätselhaft denn Österreichs Corona – Strategie besteht ja nicht darin, durch möglichst viele Ansteckungen rasch Herdenimmunität zu erreichen, sondern darin, die Zahl der Ansteckungen nach Kräfte zu verhindern. Und dazu trüge natürlich entscheidend bei, wenn möglichst viele Leute eine Maske trügen um keinen andren anzustecken, falls sie selbst infiziert wären. Auch die Erfahrungen von China, Südkorea oder Japan sprechen dafür, dass es nützlich ist, wenn möglichst viele Leute eine Maske tragen. Auch wenn es noch so komisch aussieht.

Auch ohne frische Luft sterben Menschen

  • Geschlossenen Parks: Selbst wenn einander ein zwei Leute unter Missachtung der Abstandsvorschrift im Schönbrunner Schlosspark anstecken sollten, scheint mir das unerheblich neben dem Erholungswert von Spaziergängen in einem solchen Park. Ich zum Beispiel soll wegen meiner überstandenen Herzoperation unbedingt längere Spaziergänge an der frischen Luft machen. Wenn alle Leute meines Gesundheitszustandes das wegen geschlossener Parks nicht können, könnte die Sterblichkeitsrate eine größere sein, als die, die eine mögliche Infektion zweier die Abstandsvorschrift Negierender nach sich zieht. Wenn schon, dann könnte man anordnen, dass man Parks nur mit Schutzmaske aufsuchen darf. Eine einfache Schutzmaske kann man sich sogar selber nähen.

 Auch wirtschaftlicher Zusammenbruch kostet Leben

  • Zu den gesperrten Grenzen: Ein Reflex, insbesondere aller europäischen Staaten, scheint zu sein, die Grenze möglichst hermetisch zu schließen. Ich glaube nicht, dass die Zahl der Lastwagenchauffeure, die unsere Grenzen passieren, um den notwendigsten Warenverkehr aufrecht zu erhalten, wesentlich dafür sein wird, wie sich das Virus in Österreich beziehungsweise seinen Nachbarländern ausbreitet: Es wird sich da wie dort rasch verbreiten, auch wenn man den einen oder anderen Corona-infizierten Chauffeur an der Grenze abfängt.

Der Wirtschaft würde es aber unglaublich nützen, wenn die Grenzen für Lastwagen so offen blieben, wie das im Schengen -Abkommen vorgesehen war. Generell glaube ich, dass man unterschätzt, was ein Zusammenbruch der Wirtschaft für die Sterblichkeitsrate bedeutete. Die Statistiken, die belegen, dass “Arme” um mehrere Jahre früher sterben, sind besser abgesichert, als die Statistiken zur Corona -Sterblichkeit.

15 Kommentare

  1. Ja, das ist das Problem, dass es den Meinungsträgern (im Kurier wurde sogar als “Expertenmeinung” abgeraten eine Maske zu tragen, weil sie den Träger nicht vor der Infektion schützt) in Österreich denkunmöglich ist sich vorzustellen, dass jemand eine kleine Unbequemlichkeit in Kauf nimmt, obwohl es ihm persönlich keinen unmittelbaren Vorteil bringt.
    Ich glaube, die Österreicher sind sozialer und würden ohne diese Fehlinformationen zum Zweck der Masken freiwillig welche tragen

  2. Wenig überraschend können Katastrophen gar nicht furchtbarer sein als bisher dagewesenes, dass nicht “Kriegsgewinner” sich die Säcke füllen. So wird für Masken die kürzlich noch zehn Cent kosteten jetzt ein Euro(!) verlangt. Gleich kostbar ist Äthanol als Basis für die Herstellung von Desinfektionsmittel. Alle Hobby-Brandweiner sollten jetzt ihre Destillierapparate für die Erzeugung von C2H5OH anwerfen. Und wenn sie Tannenzapfen statt Obst verdampfen.

  3. Die überhastete Reaktion des stellvertretenden Direktors der Bundesgärten, Gerd Koch, den Schönbrunner Schlosspark und den Augarten gegen Zusammenrottungen und zum Schutz des Personals (Baumschnitt, jäten, gießen, pflanzen) zu schließen hatte Anfang vergangener Woche zu volksfestähnlicher Gruppenbildung im Bereich stadtrandnaher Erholungsflächen, beispielsweise der beliebten “Steinhofgründe” und im Umfeld der “Jubiläumswarte” geführt – eine Situation, die von der verantwortlichen Bundesministerin, Frau Elisabeth Köstinger, sicher nicht bedacht worden war. Dass sich der Bürgermeister der Bundeshauptstadt laut neuesten Nachrichten von heute Abend, 24.03.2020, für die Wiederöffnung einsetzt, lässt vermuten, dass entweder die Ankündigung von Herrn BM Anschober, dass “in Wien keine Parkanlagen geschlossen werden” keine Beachtung gefunden hat, oder die Informationen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus im Internet schlicht falsch und irreführend sind: dort wird angezeigt, dass die Gärten täglich bis 17:30 Uhr geöffnet sind. Hier weiß offensichtlich die rechte Hand nicht was die linke tut!
    Die Frage der Nützlichkeit einfacher Staubschutzmasken aus dem Baumarkt “gegen das Weiterreichen des Virus, das man möglicherweise bereits in sich trägt” ist mir auch ein Rätsel. Schaden wird das Tragen dieser Masken wohl niemandem, oder?

  4. Ich muss vorausschicken, ich bin Techniker, kein Mediziner und auch kein Biologe – aber Pollenallergiker.

    Alles Massenbehaftete unterliegt der Schwerkraft. Manche Kleinstteile (z. B. Pollen) fliegen schon beim leisesten Windstoß kilometerweit und “es liegt was in der Luft”. Das sind zum Beispiel Birkenpollen, die einem sogar bis in die Wohnung “verfolgen” können, obwohl man solche Gewächse sicher nicht im Haus hat.

    Jetzt sind Pollen wahrscheinlich um ein Vielfaches größer und manche sogar sichtbar gegenüber extrem kleinen Viren. Deshalb schützt auch nicht jede vor den Viren.

    Und jetzt zu meiner Schlussfolgerung: Wenn was “in der Luft liegt” – egal ob in Apres-Schihütten, Spitälern, Bürogebäuden, Kirchen, … kann man es nahezu nicht verhindern und nur hoffen, dass der Spuk bald vorbei geht und Menschen entsprechende Gegenmittel (Medikamente u. m) dagegen finden und diese auch eingenommen werden.

    Ich bin wie gesagt ein Dilettant zu diesem Thema. Mich würde jedoch Meinungen von kompetenten Physikern, Medizinern und Biologen dazu brennend interessieren.

    1. Kluge Überlegung! Pollen sind größer als Viren, trotzdem ist dieses Virus nicht über viele Meter infektiös. Ein solches Virus wäre eine echte Katastrophe, zuhause zu bleiben wäre in diesem Fall nicht wirksam. Die Lösung für Ihre Frage finden Sie unter „Tröpfcheninfektion“

  5. ad a) Ich denke das Ziel ist, dass möglichst viele Menschen möglichst so langsam krank werden, dass nie das Gesundheitssystem überlastet wird. Sonst läuft man permanent Gefahr, dass die KH wieder aufflammt, und dann sofort wieder explodiert.
    Ich denke es ist eine gemischte Strategie. Nur drauf zu warten dass es plötzlich weltweit weg ist, ist ziemlich problematisch.

  6. Schutzmasken: Man hört, dass bei Schutzbekleidung die Gefahr einer Selbst-Infektion durch unsachgemäße Verwendung (insbesondere An- und Ausziehen) recht hoch ist. Wie ist das bei Schutzmasken? Und wie oft/lange kann eine Schutzmaske verwendet werden? Wie oft kann sie wiederverwendet werden?

  7. Sehr geehrter Herr Lingens, mit ihren Ausführungen zu Schönbrunn haben sie mA nach völlig Recht.
    Umgekehrt und Off topic: Wie ist das eigentlich mit Handy-Telefonaten in den Öffis? Nehme an da entstehen Tröpfchen, die sich eher nicht in Luft auflösen werden, sondern im geschlossenen Raum bleiben. Ansteckungsgefahr? Wer weiß dazu etwas?

  8. Das mit den Masken und deren vermeintlicher Wirkungslosigkeit haben sie uns eingeredet weil nicht ausreichend Masken für die GANZE Bevölkerung zur Verfügung standen. Die Masken die man hatte brauchte man für das medizinische Personal – der Bevölkerung hat man das Zuhause-Bleiben und Abstand-Halten abverlangt. Nona helfen Masken – ich hatte zum Glück noch Masken die vor längerer Zeit in großen Mengen angekauft wurden um die Bevölkerung damals vor einer anderen Virus-Erkrankung zu schützen! Meine Frau und ich tragen Masken beim Verlassen des Hauses.

    Hier ein Link zum selben Thema!

    https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/fleischhauers-videokolumne-tragen-sie-eine-atemschutzmaske-denn-es-nuetzt-etwas_id_11805240.html

  9. Der Schutz einfacher Masken besteht wahrscheinlich nur darin, dass sie den Träger dabei behindern, sich unbewusst mit seinen Händen an Nase und Mund zu berühren und so Viren an die Schleimhäute und damit in den Körper zu bringen.

    1. Der Schutz besteht für die Umgebung, weil ein noch symptomloser Virenträger weniger Menschen ansteckt. Mit ein wenig sozialer Verantwortung sollte man daher möglichst eine Maske tragen, auch wenn man glaubt nicht infiziert zu sein. Aber offensichtlich gehen die Verantwortlichen davon aus, dass Österreicher keine soziale Verantwortung fühlen und nur Eigennutz zu einer Verhaltensänderung führt.

  10. Einfache Masken haben nur Sinn, wenn man andere nicht anstecken will (was ja auch positiv ist). Wenn man aber sich selbst nicht anstecken will, benötigt man Masken mit höherer Schutzklasse.

    1. Richtig, so wird das von Leuten, die etwas davon verstehen, erklärt. Die hier ist aber ein Forum der alternativen Experten. Trump würde das gefallen!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.