Künstliche Intelligenz benennt die Fehler der europäischen Wirtschaft denkbar präzise und wird die Wirtschaft der ganzen Welt von Grund auf verändern.
Ich habe meine vorigen KI-Kommentare dem von mir besonders geschätzten deutschen Ökonomen Heiner Flassbeck (1998/99 stellvertretender Finanzminister) geschickt. Ihn hat am meisten beeindruckt, um wieviel besser als deutsche Ökonomen „Künstliche Intelligenz“ Europas Wirtschaft analysiert. Weil KI eben nicht nur auf deutschen, sondern auf weltweiten, voran angelsächsischen und japanischen ökonomischen Informationen beruht. (Wichtige Studien werden in allen Ländern englisch abgefasst.)
Mein Texte wollte aber nicht nur aufzuzeigen, wie KI die aktuelle Wirtschaftspolitik der EU beurteilt, sondern auch vorführen, in welchem Ausmaß KI Menschen ersetzt: Ich habe mich 25 Jahre mit Wirtschaft befasst, Bücher von John Maynard Keynes, Friedrich August Hayek, Wolfgang Stürzel oder Heiner Flassbeck und zig Studien lesen müssen, um Texte schreiben zu können, wie KI sie binnen 5 Sekunden produziert. Meine Funktion kann nur mehr darin bestehen, neueste Entwicklungen einzuordnen: etwa zu fragen, ob Markus Marterbauer den Beitrag zur Abwärtsspirale so gering wie möglich zu halten vermag.
Die Hoffnung, dass die EU-Kommission begreift, in welche Gefahr sie das Projekt eines vereinten Europas gebracht hat, indem sie an den Maastricht-Kriterien festhält, die deutsche Lohnzurückhaltung nicht ahndet und Christine Lagarde an der Spitze der EZB nicht ablöst, habe ich aufgegeben.
Dabei steht die EU jetzt vor einer Jahrtausend Aufgabe: Den Umgang mit KI zu regulieren. Die Herausforderungen sind größer denn: Wie nie zuvor wird „Künstliche Intelligenz“ Arbeitskräfte überflüssig machen. Nicht nur mich, sondern Akademiker der verschiedensten Branchen überflüssig machen. So sind Juristen und Verwaltungsbeamte extrem einfach zu ersetzen. Aber man wird selbst viel weniger Ärzte brauchen, weil KI auf der Basis von Symptomen, Blut- und Urin-Proben rascher als sie richtige Diagnosen stellen und richtigere Therapien und Medikamente empfehlen wird. Wobei wir Medikamente mittels KI herstellen und Therapien mittels KI ständig verbessern werden. Autos oder Flugzeuge wird KI besser als Ingenieure konstruieren und werden KI-gesteuerte Roboter besser als Menschen produzieren. Das wird für alle Waren und fast alle Dienstleistungen gelten, und zwar sehr viel rascher als wir glauben, denn KI wird Fortschritte potenzieren.
John Maynard Keynes hat eine solche Wirtschaft ebenso vorhergesagt, wie auf ganz anderer (verfehlter) Basis Karl Marx: Der technologische Fortschritt kann den Schritt der Menschheit aus Mühe und Arbeit in die Freiheit von beidem bedeuten.
Allerdings mit großen Hindernissen, deren erstes eine gewaltige Arbeitslosigkeit sein wird: Außer den Hochqualifizierten, die KI schaffen und betreuen, wird man Arbeitskräfte nur mehr für persönliche Dienstleistungen, etwa Pflege oder psychologische Betreuung brauchen. Nicht einmal Künstler werden davor sicher sein, ersetzt zu werden: KI kann Bilder malen, Gedichte und Lieder verfassen. Letzteres habe ich probiert und der Erfolg war so beeindruckend wie bestürzend: Wer wird all die Menschen, die in allen, selbst in derart innovativen Bereichen nicht mehr gebraucht werden, bezahlen? Das Bürger-Grundgehalt ist unvermeidlich – aber werden die Billionäre, die über die „Künstliche Intelligenz“ verfügen, überhaupt bereit sein, es allen Bürgern zu bezahlen? Wie kann man sie dazu zwingen, obwohl es unmöglich ist, gegen KI und Roboter zu streiken? Und selbst wenn sie gnädig Grundgehälter gewähren – was werden die vielen Arbeitslosen den Tag lang tun?
Wird es noch Preise geben, die von Märkten ermittelt werden, wenn fraglich ist, ob KI überhaupt Märkte braucht, weil sie Angebot und Nachfrage schließlich „intelligent“ aufeinander abstimmen kann?
Und auch wenn KI alles konstruieren und entwerfen kann und wenn Roboter alles, sogar bessere Roboter produzieren können, bleiben die Ressourcen doch endlich und entsteht immer Wärme – wer wird wie darauf achten, dass künftige Generationen auch noch genug Ressourcen und einen lebenswerten Globus vorfinden?
Ich weiß, dass das alles illusionär klingt, aber halten Sie sich vor Augen, in welchem Ausmaß Technologie und Wissen die Welt im letzten Jahrhundert verändert hat – und welche Katastrophen die Menschheit dennoch nur mit äußerster Mühe und unter gewaltigen Verlusten überlebt hat.