Wo Alice Weidel nicht ganz falsch liegt

Alice Weidel hält den Euro für verfehlt und zweifelt am Erfolg der EU im Kampf gegen den Klimawandel. Ich sehe das ähnlich und will trotzdem bei Beidem bleiben.

Alice Weidel hat in Österreich ein Interview gegeben, das insofern bemerkenswert ist, als es vorführt, was sich ändern könnte, wenn der in der EU zweifelsfrei bevorstehende Rechtsruck mit den Wahlen in Frankreich tatsächlich stattgefunden hat.

Wie Donald Trump oder Herbert Kickl bezweifelt Weidel den Klimawandel: Wärme und Kälteperioden hätte es schon immer gegeben. Das stimmt natürlich: Sie hängen für kurze Fristen (circa elf Jahre) von den Zyklen in der Sonnenaktivität, für lange Fristen (große Eiszeiten) von der Veränderung der Stellung der Erdachse zur Sonne ab. Nur dass es derzeit, von beiden klar unterscheidbar, die zusätzliche Erwärmung durch den Glashaus-Effekt gibt: Die Speicherung der Wärme durch eine Kuppel von Treibhausgasen über der Atmosphäre. Das zu leugnen, spricht von schlichter wissenschaftlicher Ahnungslosigkeit.

Weidel wie Kickl bezweifeln freilich vor allem, dass die Klimapolitik der EU daran etwas ändert und damit haben sie vorerst recht: Was immer in der EU weniger an Öl und Gas verbrannt wird, verbrennt der Rest der großen Wirtschaftsräume mehr und da es keine separates EU-Klima gibt, bleibt auch die Erwärmung der Atmosphäre die gleiche. Die würde nur reduziert, wenn die großen Öl-produzierenden Länder sich einigten, kontinuierlich weniger zu fördern, aber davon kann keine Rede sein. Derzeit wird Jahr für Jahr mehr Öl und Gas gefördert und verbrannt, wenn ein „Corona“ diesen Zyklus nicht zufällig unterbricht.

Billige Solarenergie als Lösung

    Dass ich trotzdem für das Bemühen der EU bin, den Klimawandel zu bremsen, liegt daran, dass es dann Erfolg haben wird, wenn Solarenergie billiger als fossile Energie ist, und diese technologische Entwicklung wird durch die Auflagen der EU vorangetrieben. Trotzdem ist es machmal die Frage, ob die wirtschaftlichen Nachteile, die die EU durch allzu raschen Verzicht auf fossile Engie erleidet, diese technologische Entwicklung  nicht gleichfalls gefährden. Es geht hier um ein heikles Abwägen, das man möglichst guten Technikern und Ökonomen überlassen sollte, von denen ich nicht glaube, dass sie in der FPÖ oder der AfD besonders zahlreich sind.

Allerdings ist ausgerechnet Alice Weidels zentrale ökonomische Aussage zumindest in ihrem zweiten Teil richtig, so sehr sie den Interviewer damit schockierte: Anders als Herbert Kickl fordert sie den Austritt aus dem EURO, weil der europäische Wirtschaftsraum sich nach seiner Einführung ganz ungleich schlechter als davor entwickelt hätte. Letzteres stimmt und ist ziffernmäßig in dem Buch „Europa spart sich kaputt“ von Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz nachzulesen. Die soviel schlechtere Entwicklung liegt daran, dass der Euro so völlig anders als der Dollar gestaltet wurde, um Deutschlands Anspruch an seine Stabilität zu genügen: Es sind die Maastricht-Kriterien, die das Wachstum der EU derart hemmen, während die vier Grundfreiheiten des EWR es dramatisch erhöht hatte.

    Weidels problematische Forderung

Allerdings ist es fraglich, ob der Austritt Deutschland aus dem EURO – und damit sein faktisches Ende – dieses Problem optimal löste. Ob es nicht für Deutschland und alle Beteiligten zielführender ist, die Maastricht- Kriterien so zu verändern, dass die unsinnige Staatsschulden-Grenze wegfällt. Es ist das neben den massiven Befürchtungen, die ich dem derzeit unaufhaltsamen Aufstieg EU-kritischer Parteien entgegenbringe – der Angst vor ihrer faschistoiden Grundhaltung, ihrem Verständnis für Donald Trump und Wladimir Putin und ihrer Ablehnung der fortgesetzten finanziellen Unterstützung der Ukraine – meine einzige vage damit verbundene Hoffnung: dass ihr Erstarken im EU-Parlament dazu führt, die Maastricht-Kriterien abzuschaffen oder wenigstens sinnvoll zu reformieren.

So erfreulicher wie amüsanter Weise schafften sie damit auch die wichtigste Basis ihres Wachstums ab: Nur weil die EU sich seit Jahrzehnten wirtschaftlich so schlecht entwickelt hat, sind Parteien wie FPÖ, AfD oder das Rassemblement national Marine Le Pens so goß geworden.

 

 

5 Kommentare

  1. In den 70 iger Jahren wurde schon Angst geschürt, dass das Mineralölzeitalter zu Ende geht. 2026 schreiben Sie richtig, dass der aktuelle Verbrauch noch nie so hoch war. Juvenieles Erdöl und Erdgas sind unerschöpflich und bilden sich in der Erdkruste neu. Das rechtfertigt nicht den Missbrauch für die totbringende Kriegswirtschaft udg. Es ist ähnlich wie mit dem Geld. Die private FED druckt für Schulden immer neues Geld nach. Geht die Neuverschuldung zurück, bricht das System zusammen. So wie derzeit langsam die Coronaschweinerei publik wird. Menschengemachte Kriege und Pandemien sind zuverlässige Booster zum Schuldenmachen. Die Co2 Zertifikate machen alles teurer, dabei steigt der Geldbedarf proportional. Das geniale Geschäftsmodell zerplatzt, wie ein Luftballon wenn das wahre Treibhausgas (Wasserdampf und Abwärme) in das allgemein Wissen der Weltbevölkerung reduziert und implementiert wird. Dann machen weisse Dächer, weisse Autos, eine Begrünung der Welt, dezentrale Energiegewinnung, weniger Flugverkehr sparsamer Umgang mit allen Ressourcen mehr Bedeutung. Eine spannende Lektüre dazu bietet folgender Link.

    https://rupert596.wixsite.com/klimawahn

  2. Ein gutes Thema. Denkende Menschen bezweifel sicher nicht den Klimawandel. Trump, Weidl Kickl wissen sehr wohl, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Sie kennen auch die Ursachen. Das lebenswichtige Spurengas Co2 mit ca. 400 ppm ist es sicher nicht. Es ist wie bei der menschengemachten Pandemie. Die Coronamaßnahmengegner wurden als Coronaleugner dargestellt. Klimamaßnahmengegner werden als Klimaleugner bezeichnet. BRAVO! Corona hatte die Grippewelle abgelöst und ist mit dem illegalen Einmarsch der russischen Föderation in der Ukraine schlagartig wieder beendet worden. An den desaströsen, menschenunwürdigen, krankmachenden, finanziell ruinösen Coronamaßnahmen werden noch mehrere Generationen ihre Lebenskräfte einsetzen müssen. In Amerika klicken schon die Handschellen für das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte.
    Wenn wir beim Klima auch den falschen Erzählungen nachlaufen, werden wir wieder Schiffbruch erleiden. Co2 Zertifikate sind eine Gelddruckmaschine und ein geniales Druckmittel um Ängste zu schüren und von den wahren Ursachen der Klimaerwärmung abzulenken. Dabei ist es nicht so schwer zu begreifen. Wir Menschen produzieren einfach nur zu viel Abwärme! Kernkraftwerke und kalorische Kraftwerke verdampfen Flüsse. Der Wasserdampf wird in den Massenmedien als das wahre Treibhausgas nicht einmal erwähnt. Wer davon spricht ist pfui. Wie bei der als Coronapandemie inszenierten jährlich planbaren, wiederkehrenden Grippewelle, wurden Ärzte, die wirksame Heilmittel z.B. Butisonid oder Ivamectin verschrieben haben kriminalisiert und bestraft. Grippe / Covid kann eine tödliche Krankheit sein. 2018 war eine sehr sehr schwere Grippewelle, da wurden die Kranken aber noch menschlich behandelt. In der Plandemie wurden Sie alleine gelassen.
    Menschen die den Schwachsinn durchschaut haben, werden als Covidleugner neuerdings als Klimaleugner diffamiert und als Zweifler bezeichnet. Der schweigenden Masse an ORF/ARD/ZDF gebildeten Menschen kann man wieder Angst machen und Andersdenkende als Sündenböcke präsentieren. Es wird nicht mehr so gut funktionieren. Das Wahrheitsvirus verbreitet sich langsam und stetig. Es bilden sich politische Mehrheiten, die nicht mehr der Schuldenfalle und der Kriegdtreiberei beipflichten, nur weil ein Stieglitz es zwitschert. Aufgweachte Menschinnen wollen die Zukunft unserer Nachkommen nicht noch mehr verbauen. Darum haben Trump, Weidl und Kickl doch nicht ganz unrecht.
    Zum Verständnis der Klimadebatte und der mineralischen Energieträger verweise ich auf folgenden Link.
    https://rupert596.wixsite.com/klimawahn

  3. Bei der Frage der europäischen Verantwortung kommen zwei Perspektiven zu kurz:

    1) Es zählt der „Dreck“ pro Person und nicht kumulierte Werte von größeren Gruppen
    2) Es zählt die historische Menge seit Beginn der industriellen Revolution

    Bei beiden Kriterien stehen die Europäer schlecht da.

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